Schüco AF UDC 80 CV wärmegedämmtes selbsttragendes Aluminiumfassadensystem, mit verdeckt liegend integrierten Öffnungselementen (Bestandteil der AF UDC 80 Fassadensystemplattform)
als Elementfassade für mehrgeschossige Fassaden mit raumseitigem Tragwerk bei 80 mm Ansichtsbreite
Konstruktionsmerkmale (Fassadentragwerk):
Das Tragwerk der Fassadenkonstruktion besteht aus Mehrkammerhohlprofilen in Elementbauweise, mittels Eckverbindern mit SCHÜCO-Spritz- und Klebetechnik auf Gehrung gefertigt, wahlweise mit Sprossen, (beim Öffnungselement mind. eine Sprosse) eingesetzt mittels T-Verbindern und Dichtstücken mit integrierten Abdichtungskanälen für die Abdichtung der H-Fugen.
Dabei können die Sprossen sowohl horizontal und vertikal angeordnet werden und weisen umlaufend eine innere und äußere Ansichtsbreite von 80 mm, 85 mm oder 107 mm auf (Abhängig von der Dehnstufe).
Alle Profilkanten sind gerundet. Baugrößen max. 3000 x 4000 mm, Elementgewicht bis max. 1000 kg (Festfelder bis max. 450 kg, Öffnungselemente bis max. 160 kg).
Für eine kosteneffiziente Gestaltung kommen unterschiedliche Glasträger zum Einsatz. Der Glasträger Laststufe I ist bis 300 kg und der Glasträger Laststufe II bis 500 kg ausgelegt.
Konstruktionsmerkmale (Einsatzelemente):
Die verdeckt liegenden Einsatzelemente (Öffnungselemente und Festfelder) bestehen aus Einsatzrahmen, mittels Eckverbindern mit SCHÜCO-Spritz- und Klebetechnik auf Gehrung gefertigt.
Ein besonderes Konstruktionsmerkmal sind die druckfesten Mehrkammer-Isolatoren, die in den Schraubkanal des Einsatzrahmens eingesteckt und verschraubt werden.
Durch den Einsatz von unterschiedlichen Isolator-Varianten (ohne Schaum, mit Schaum im Glasfalz Bereich) werden in Kombination mit der Verglasung Uf Werte von 1,25 W/m²K erreicht.
Öffnungselemente können mit manueller Beschlags Variante als Senkklapp oder Parallel-Ausstell-Fenster realisiert werden. Im Stoßbereich zwischen den Mehrkammerhohlprofilen des Tragwerks und den Einsatzrahmen ergibt sich eine filigrane Schattenfuge von nur 3mm.
Konstruktionsmerkmale (Verglasung):
Der Einsatz von Isoliergläsern mit Glasdicken von 22 bis 70 mm ist möglich, im Kaltbrüstungsbereich können auch Einfachverglasungen mit Glasstärken von 6 mm bis 12 mm eingesetzt werden.
Die mechanische Befestigung des Isolierglases erfolgt über umlaufend auf Gehrung gearbeitete Andruckprofile und Deckschalen. Raumseitig werden die Scheiben mittels Glasanlagedichtungen aus EPDM und an der Außenseite mittels einer Steck-Keder-Dichtung zum Ausgleich von Glastoleranzen fixiert. Alle Glasscheiben, auch die der Einsatzelemente, sind in der gleichen Ebene angeordnet.
Konstruktionsmerkmal (opake Flächen):
Für eine einfache Installation der flächenbündigen oder auskragenden opaken Flächen, stehen durch eine Systemanbindung definierte und statisch berechnete Übergabepunkte zur Verfügung. Dabei erfolgt der Lastabtrag über eine statisch definierte Sprosse in die Bolzen eingeschraubt werden. Mittels der Kombination aus Sprosse und Bolzen können die maximal aufzunehmenden Kräfte angegeben werden, die die Unterkonstruktion ins System einleiten darf.
Kopplung der Elemente:
Die horizontale Elementkopplung erfolgt mittels flexiblen Satteldichtungen und Kopplungsdichtungen aus EPDM, die in die Dichtungsaufnahmenuten einzusetzen sind. Die vertikale Elementkopplung erfolgt bei übereinander angeordneten Elementen über Fassadenschwerter oder bei versetzt angeordneten Elementen über Kopplungsstücke. Die Kopplungsstöße der Dichtungen sind überlappend auszuführen, die vertikalen Kopplungsdichtungen überlappen die horizontalen Satteldichtungen, hierbei kann aufgrund von speziellen Dichtstücken mit einem minimalen Einsatz von Flüssigabdichtung gearbeitet werden. In die raumseitige Dichtungsaufnahmenut kann wahlweise eine in der Werkstatt komplett vormontierte umlaufende EPDM Dichtung, ein oberflächenbehandeltes Aluminiumklipsprofil oder eine horizontalt durchlaufende EPDM Dichtung eingesetzt werden. Unten waagerecht ist in der äußeren Dichtungsaufnahmenuten eine durchlaufende Satteldichtung bei der Montage der Elemente anzuordnen. Die Satteldichtung wird über ein Stützprofil gestülpt, sodass die Elemente prozesssicher übereinander angeordnet werden können und eine hohe Schlagregendichtheit von 1650 Pa erreicht wird.
Feldweise erhalten die Elemente außen eine toleranzausgleichende EPDM-Vorkammerdichtung, verarbeitet als Dichtungsrahmen oder als Meterware mit Dichtungsecken. Diese Dichtung ist in die die Nut im Isolator einzuziehen. Die Fixierung der äußeren Deckschale erfolgt über einklipsen auf dem Andruckprofil, dabei wird die Bündigkeit in den Ecken der Gehrung durch ein Gehrungsblech auf den Andruckprofilen erreicht. Die inneren Rahmenprofile sowie die umlaufende äußere Deckschalen erhalten eine Oberflächenbehandlung wie im Abschnitt Oberflächenbehandlung näher beschrieben.
Die horizontale Stoßfuge, (= vertikales Maß zwischen zwei übereinanderliegenden Fassadenelementen) hat ein Fugenmaß von 10 mm oder 15 mm und kann Abhängig von der Bauweise Toleranzen, z. B. infolge Deckenbewegungen von ± 2,5, ± 5 mm oder ± 10 mm aufnehmen.
Konstruktionsmerkmal (Kombinatorik UDC 80 mit UDC 80CV):
Für eine nahtlose Kombination zwischen den Systemen Schüco AF UDC 80 und Schüco AF UDC 80 CV sind die Tragwerke der einzelnen Systeme aufeinander abgestimmt und können problemlos über die vorhandenen Dichtungen und Systemartikel verbunden werden.